Was bedeutet verändertes Targeting und warum ist das so wichtig? Targeting beschäftigt uns Marketers am Anfang unserer Laufbahn. Wir arbeiten mit Schemen (z.B. Sinus Mileus, Österreich), mit Personas (Beschreibungen von einer Zielgruppenperson in Kurzform), wir projizieren unsere Annahmen in die Vorgaben von Facebook und kostspieligere Möglichkeiten der Mediaplanung.

Wissen wir um unsere Zielgruppe, unsere Zielgruppen-Personen oder TARGETS, ist es nicht nur bedeutsam diese zu verstehen, es ist wichtig diese zu begreifen. ABER es muss keine Wissenschaft daraus gemacht werden bevor man eine Kampagne entwickelt. In Abhängigkeit zum Vorwissen (innerhalb des Unternehmens) über die Zielgruppen die angesprochen werden soll, kann auf Daten aufgebaut werden, Erfahrungen (saisonale Komponenten) aus Vorjahren zurückgegriffen werden, Fehler vermieden werden.

Nun haben wir in der Geschichte der Werbung eine einzigartige Situation. Wir haben trotz Pandemie unsere Kommunikationskanäle offen gehalten, konnten uns austauschen. Mithilfe von technischen Hilfsmitteln (Zoom, Skype, MS Teams uvm.) wurden mitunter Kosten gespart. Reisekosten.

Dieses neue, gelernte Verhalten, die Veränderung innerhalb der Branchen (Fachkräftemangel im vielen Branchen aufgrund von Eingriffen in die Marktwirtschaft mithilfe der pandemischen Befürchtungen), und ein bereits verändertes Konsumentenverhalten wird langsam wieder (Preissteigerungen) erneut auf den Kopf gestellt.

Vermutlich müssen wir uns darauf einstellen, dass wir nichts über unsere Targets wirklich wissen. Genauso wie viele kleine und große Betriebe sich den Fluten wirtschaftlicher Ohnmacht hingegeben haben, sind wir als Kreativtreibende angehalten innezuhalten und voranzuschreiten. Targeting ist im digitalen Bereich mit Messbarkeit verbunden. Ein Trost und Argument für alle Budgets.